Wir erinnern uns: Holocaust Memorial Day 2023

Es gibt so etwas wie die Wahrheit und solange sich die Demokratie ihr verpflichtet sieht, hat sie nichts zu befürchten: So lautete der Tenor der Tagung anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner unter dem Motto "Bemühen um Wahrheit, Respekt und Toleranz"

Der Gedenktag wird an der Schule traditionsgemäß in der Auseinandersetzung mit einem aktuellen Thema begangen. „Sind wir mit unserer Demokratie am Ende?“ lautete die Frage, auf die im Rahmen einer Tagung am vergangenen Freitagvormittag die Oberschüler mit prominenten Gästen nach Antworten suchten.

Aus verschiedenen Gründen lebten wir in unruhigen Zeiten, sagte Schuldirektor Alois Weis. Kritik an der Demokratie gehöre mittlerweile fast zum guten Ton. Aber ist sie berechtigt, fragte Vizedirektor Josef Prantl, und wie können Demokratien den Herausforderungen genügen, die Globalisierung, eine immer komplexere Welt, nukleare Bedrohung, Folgen des Klimawandels und digitale Revolution mit sich bringen? Geschickt lenkte Eberhard Daum die Gesprächsrunde zu einem brisanten Thema.

Wir sollten unser Demokratiemodell an die digitalen Veränderungen anpassen, meinte Roland Benedikter. Der Politikwissenschaftler an der EURAC sprach von Feinden, denen es nur recht sei, wenn unsere freiheitliche demokratische Grundordnung vor die Hunde geht. Umso wehrhafter müssten wir auftreten und unseren Blick über den lokalen Horizont hinauswerfen auf die globalen Veränderungen, welche uns alle bald schon vor große Herausforderungen stellen werden. Konkret nannte er Künstliche Intelligenz, Chinas weltweite Einflussnahme auch in Südtirol, das Auseinanderdriften der Gesellschaft durch Mächte und innere Kräfte, die gegen die Demokratie operieren.

Umso wichtiger sei es, sich an Werten zu orientieren: „Gemeinsam Staat und Gesellschaft zu gestalten, in der niemand Angst haben muss, auch wenn er anders ist“, definierte Ivo Muser den Demokratiebegriff. Demokratie brauche vor allem Dialog und das ehrliche Bemühen um einen tragbaren Konsens. „Denn wenn wir nicht mehr einander zuhören können, dann gehen wir aufeinander los“, sagte der Bischof.

Demokratie heiße Volksherrschaft und das bedeute, dass wir nicht einem anderen folgen müssen, sagte Julia Unterberger. „Nicht einem, der uns regiert!“, so die Senatorin mit Blick auf China, Russland, den Iran.  Die repräsentative Demokratie habe sich bewährt, auch wenn der Wählerwille oft recht irrational ausfalle, meinte Unterberger. Eine Möglichkeit für Gerechtigkeit, sei die Demokratie, sagte Schülervertreter Nicolas Natella. Demokratie könne uns eine Zukunft ermöglichen, in der man leben möchte. Sie funktioniere aber nur mit mündigen Bürgern und intelligenten und vertrauenswürdigen Politikern. Vieles hänge von jedem Einzelnen ab, meint dann auch Stephan Lausch.  Demokratie sei nicht ein Zustand, sondern ein Prozess, so der Gründer der „Initiative für mehr Demokratie“. Lausch forderte Partizipationsmöglichkeiten für den Einzelnen, in Form von Volksabstimmungen, Bürgerräten und dergleichen.

Angesprochen wurden auch der Lobbyismus, die Gefahren, die von den sozialen Medien ausgehen, und der erstarkende Populismus. Eine verkappte Form von Korruption bezeichnete Emil Mair bestimmte Formen des Lobbyismus in der Politik. Vor allem, wenn potente Wirtschaftsmächte nur auf das eigene Wohl schauen, wie der Schülervertreter unterstrich. 

Mit dem Gedicht „Schemà“ war der Gedenktag an der Schule eröffnet worden. Direktor Weis erinnerte an die Schoah und rief dazu auf, nicht zu vergessen. In seinem Gedicht „Schemà“, was so viel wie „Höre!“ heißt, fordert Primo Levi von uns, Verantwortung zu übernehmen, was um uns herum geschieht und nicht wegzuschauen, wenn Unrecht geschieht. Musikalisch umrahmt wurde der Gedenktag mit jiddischer Musik, vorgetragen von der Klarinettistin Belinda Miggitsch und dem Gitarristen Matteo Scalchi.

Wer spielt so spät in Nacht und Wind? Nachtturnier an der Schulee

In der Nacht von Montag, 9. Jänner, auf Dienstag, 10. Jänner, fand das erste Nachtturnier unserer Schulgeschichte statt. Bereits die Teilnehmerlisten waren vielversprechend, denn nicht nur die selbst erdachten Gruppennamen mit dazugehörigen Team-Outfits sorgten für ein Schmunzeln, sondern auch die Teilnehmerzahl war beachtlich: Über 140 SchülerInnen des Trienniums nahmen in 15 klassen- und schulübergreifenden Mannschaften an einem Volleyball- und Pantherballturnier teil.
Um kurz nach 21:00 Uhr konnte das Turnier mit vielen außergewöhnlichen Team-Outfits starten. In beiden Turnieren wurde eine heiß umkämpfte Gruppenphase gespielt, in der die SchülerInnen Teamgeist und sportliches Talent unter Beweis stellten. Die jeweiligen Gruppensieger bestritten unter vielfachem Applaus im Anschluss das Halbfinale und das Finale.
Das Volleyballturnier gewann das Team "PERA  – 100% frutta Italiana” mit den Teammitgliedern Navika Heer, Lena Lochmann, David Bachmann, Elia De Vitti, Lorenzo Di Cello, Emil Mair, Julian Schermer und Gabriel Unterweger. Das Pantherballturnier konnte das Team Terror – “Wia tuat die Bombe? Booom” mit den Mitgliedern Madlen Kofler, Julia Ladurner, Delia Österreicher, Alexander Oberhofer, Matthäus Marsoner, Moritz Jennessen, Mauroner Daniel, Leonie Verdorfer, Orgesi Brahimi und Thomas Kaufmann für sich gewinnen.
Zusätzlich prämiert wurde das Team “Seitenstecher – Mir stechen von der Seite” mit den Mitgliedern Daniel Bellina, David Gamper, Lilly Gartner, Jakob Göller, Marie Hofer, Jakob Menz, Jonas Pföstel, Xaver Platter, Alex Unterkofler und Rosa Vorhauser für das beste Teamoutfit. Nach der Siegerehrung um 4:00 Uhr früh konnte eine weitere Premiere gefeiert werden: Die Turnhalle wurde kurzerhand zum Schlafsaal für mehr als 100 SchülerInnen umfunktioniert – Turnmatten und Schlafsäcke soweit das Auge reichen konnte. Nach einer kurzen, aber sehr erlebnisreichen Nacht ging das erste RG/TFO Nachtturnier, organisiert von der Lehrperson für Bewegung und Sport Lisa Ortner in Zusammenarbeit mit Heidy Stuppner und einigen helfen Händen, erfolgreich über die Bühne.

Le donne, come stanno?

Nell’ambito dell’Unità di Apprendimento dal titolo Le donne (in poche parole), che aveva come argomento «le donne» e come obiettivo l’apprendimento delle tecniche e delle strategie per riassumere un testo con autonomia espressiva, gli alunni e le alunne della classe 4B-RG, in modalità cooperativa, hanno redatto una rassegna stampa sulla condizione delle donne nella società contemporanea. Dopo aver cercato su internet gli articoli più interessanti che trattavano questo tema, gli alunni e le alunne hanno collaborato alla preparazione e alla stesura dei riassunti e ne hanno curato l’impaginazione e la veste grafica.

In poche parole, Evelyn e Valerio hanno raccontato la storia di Vera Bahlsen, erede del famoso biscottificio tedesco, che all’età di 29 anni ha deciso di rinunciare al ruolo di amministratrice dell’azienda per curare i suoi problemi psicologici. Lukas, Manuel e Samuel, invece, hanno sintetizzato un articolo di opinione che si occupa delle violenze e delle discriminazioni contro le donne tuttora subiscono e della necessità di raggiungere al più presto la parità di genere. Valentina e Nora hanno riportato, in sintesi, una descrizione delle mamme di oggi, messe a confronto con le mamme di ieri, mentre Louisa, William e Sarah hanno riferito di come il cinema e la cultura italiana tendano ad escludere le donne o a rappresentarle in maniera stereotipata. Anna, Hanna e Ruben, infine, hanno fatto il punto riguardo alla situazione delle donne in Iran, le quali, dopo quarant’anni di oppressione, stanno cercando di riconquistare i propri diritti.

L’esito di questo lavoro viene presentato in questa pagina.
Buona lettura! 
vedi allegato

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Memorial Day 2023


Der Memorial Day, dem wir seid zwei Jahrzehnten mit einer besonderen Veranstaltung gedenken, wird dieses Mal auch mit Musik begannen und natürlich mit interessanten Gästen und zwei unserer Schüler auf dem Podium. Es geht im Eingedenken der vielen nationalistischen Tendenzen weltweit und zunehmender autoritärer Regimes um das Thema "Sind wir mit unserer Demokratie am Ende?". Wir freuen uns auf einen spannenden Gedankenaustausch und erhellende Impulse. 

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz, das schrecklichste Konzentrationslager des Hitler-Regimes befreit. Es war eigentlich ein ganzer Lagerkomplex, in dem nach heutigem Wissensstand 1,1 Millionen Menschen ihr Leben verloren haben (also so viele wie es Menschen in unserer Region gibt). Seit 2005 wurde dieser Tag zum Holocaust Memorial Day (HMD).

Physik-Olympiade: Schulwettbewerb

olifis.pngAm 15. Dezember haben 13 Schüler des Realgymnasiums
die nicht ganz leichten Physikaufgaben der Schulolympiade gelöst.

 

 

 

Hier unsere sechs besten Olympioniken:

    Klasse Punkte
1 Nicolas Natella 5C 143
2 Elias Mairhofer 3DNW 109
3 Aaron Kofler 3DNW 101
4 Lorenz Hosp 4A 98
5 Alexander Oberhofer 5DNW 94
6 Paul Peukert 3DNW 85

 

Am 13. Februar steht der Landeswettbewerb an!

Hier der Link zu den Aufgaben, die Lösungen findet Ihr hier!

 

Herzliche Gratulation allen Teilnehmern!

 

Wie Schulabbruch und Schulängsten begegnen

Dass Quarantäne, Lockdown und Fernunterricht ihre Spuren hinterlassen haben, zeigt sich in der Zunahme von Schulängsten, Depressionen und Schulabbrüchen von Jugendlichen, sagt Valentina Kiesswetter. Die Meraner Psychologin referierte dazu im Rahmen einer schulinternen Fortbildung, die von vielen Lehrpersonen besucht wurde. Für junge Menschen war die Pandemie eine große Herausforderung, da sie aus dem gewohnten Rhythmus geworfen wurden, soziales Leben großteils nur mehr medial erlebt haben und mit vielen Unsicherheiten konfrontiert waren. Die durch Medien, Politik und Gesellschaft teilweise Angst erzeugende Kommunikation während der Pandemie habe sich auf die Jugendlichen übertragen. Dabei ist Angst leicht erlernbar, was sich in den zunehmenden Angsterkrankungen zeige.
Umso wichtiger sei es, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, den Dialog zu suchen. Lehrpersonen sollten den Blick für die seelischen Nöte ihrer Schülerinnen und Schüler schärfen und an den Schulen ein Frühwarnsystem etablieren. Lehrpersonen sind aber keine Psychologen und Psychiater, bei schweren Fällen sollten rechtzeitig die Fachstellen eingeschaltet werden. Dass diese überlaufen sind bzw. Eltern für die Kosten meist selbst aufkommen müssen, ist die andere Seite. Die Politik ist gefordert, für mehr Unterstützungsangebote für junge Menschen in seelischen Krisen zu sorgen.

Mathematikolympiade/schulinterne Ausscheidung

Am Morgen des 1. Dezember 2022 grübelten 31 TeilnehmerInnen 100 Minuten lang über den Aufgaben der Giochi di Archimede. Hier sind die Ergebnisse unserer Besten:

Triennium (max. 80 Punkte), 12 Teilnehmer

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Biennium (max. 80 Punkte), 19 Teilnehmer

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Wir gratulieren und bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern die teilgenommen haben.

Recipe oculi cancri….Ein Besuch im Pharmaziemuseum Brixen

Der Pharmazeutiker - ein naturwissenschaftlicher Allrounder.

Nach einem herzlichen Empfang durch das Apotheker-Ehepaar Peer hatten wir das Glück von den Hausherren persönlich durch die Stadtapotheke, die ehemals im 17. Jahrhundert nur für den Fürstbischof und dessen Hof gegründet wurde, geführt zu werden. Zwischen einem Krokodil, Werkzeugen zur Zubereitung von Arzneien, einem wunderschönen digitalisierten Herbarium, Chemikalien und vielfältigen Aufbewahrungsgefäßen erhielten wir einen spannenden und alle Sinne ansprechenden Einblick in die Entwicklung der pharmazeutischen Kunst und der Medizin bis heute. Im Museumsdepot im Dachboden des Laubenauses eröffnete sich uns die Welt der Signaturenlehre, der Alchemie und der handwerklichen Herstellung von Arzneien. Hinter all diesem Wissen stehen abenteuerliche Reisen, gesammelte und tradierte Erfahrungen, Experimente. Wir finden: Das Pharmaziemuseum in Brixen ist einen Besuch wert. Klasse 4C RG

 

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